Marco Russ

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Infos über Marco Russ

Marco Russ: einmal Wolfsburg und zurück

Bundesligarelegation 2016, Rückspiel: Nach einem 0:1 im auswärtigen Hinspiel soll Eintracht Frankfurt jetzt gegen den 1. FC Nürnberg den Klassenerhalt klarmachen. Der schien dank der desolaten Leistungen Frankfurters in der zurückliegenden Saison keineswegs sicher. Dann am Vortag die Pressemitteilung: Mannschaftskapitän Marco Russ sei mit Krebs diagnostiziert worden. Er wolle aber spielen; wenige Tage nach dem Spiel solle er operiert werden. Auch aufgrund des Verdachts der Nürnberger, es handele sich um eine Falschmeldung und den Versuch, das Spiel zugunsten der Eintracht zu beeinflussen, machte die Meldung deutschlandweit Schlagzeilen. Nach dem Spiel stellte sich jedoch heraus, dass sie der Wahrheit entsprach. Im Zuge einer Dopingprobe waren Blutwerte aufgefallen, die auf Hodenkrebs hinwiesen. Marco Russ verbrachte einen Großteil der folgenden Saison im Krankenstand - immerhin noch als Erstligist, denn die Frankfurter hatten die Relegation tatsächlich überstanden. Erst in der Rückrunde kam er einige Male zum Einsatz. Als sich die Mannschaft zuletzt für das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund qualifizierte, beeinflusste die Möglichkeit, dass Marco Russ in die Startelf zurückkehren könnte, sogar die Wettquoten.

Heimverein Frankfurter Eintracht

Die Karriere von Marco Russ ist untrennbar mit den Frankfurter "Adlerträgern" verknüpft. 1985 in Hanau geboren, wechselte er bereits im Alter von elf Jahren von seinem Ortsverein in die Jugendabteilung der Frankfurter Eintracht - damals eine der größten Hausnummern der ersten Bundesliga. 2004 erhielt er seinen ersten Vertrag in der Profimannschaft. Die fetten Jahre der Eintracht waren zu diesem Zeitpunkt schon vorbei; Russ spielte seine ersten Einsätze in der zweiten Bundesliga. Nach dem erfolgreichen Wiederaufstieg unter Friedhelm Funkel etablierte sich der kopfballstarke Innenverteidiger mit der Rückennummer 23 jedoch rasch zum Stammspieler.

Als die Eintracht 2011 erneut Abschied aus dem Oberhaus nehmen musste, wechselte Marco Russ zum VfL Wolfsburg. Doch der Transfer erwies sich als Fehler - später sollte der dann Sechsundzwanzigjährige ihn als größten Fehler seines Lebens bezeichnen. Russ setzte sich zuletzt nicht im Kader durch und absolvierte in der Saison 2012/2013 keine Spielminute mehr in der Wolfsburger Profimannschaft.

Zurück nach Hause

In der Winterpause kehrte Marco Russ zunächst auf Leihbasis überraschend nach Frankfurt zurück. Die Fans empfingen den Verteidiger zunächst mit Misstrauen. Immerhin hatte er den einstiegen Abstieg der Mannschaft mitverursacht und sie danach "im Stich gelassen". Die Gemüter besänftigten sich jedoch rasch, als Russ im Interview darüber sprach, wie sehr ihn sein damaliger Transfer ärgerte und dass er die beste Zeit seines Lebens in Frankfurt verbracht habe. Er wollte auf keinen Fall nach Wolfsburg zurückkehren. Als die Eintracht ihre Kaufoption aus Geldmangel nicht nutzen wollte, brachte Marco Russ sogar die Möglichkeit ins Spiel, auf sein volles Gehalt zu verzichten, um den Transfer zu ermöglichen. Nun mit der ehrwürdigen Rückennummer 4 ausgestattet, entwickelte er sich bald zum unverzichtbaren Stamm- und Führungsspieler und wurde zuletzt unter Niko Kovac Mannschaftskapitän.

Internationaler Fußball

Im Mai 2006 absolvierte Marco Russ in der deutschen U-20-Nationalmannschaft ein Spiel gegen die U-21 von Österreich. Wenige Monate darauf wurde er in den Kader der U-21 berufen, kam dort jedoch nie zum Zug. Da seine kroatischstämmige Ehefrau Janine an einem Umzug nach Kroatien interessiert war, versuchte er im Frühjahr 2012, die kroatische Staatsbürgerschaft zu erlangen. Da Russ trotz seiner beeindruckenden Statistiken - darunter 32 Bundesligatore - in der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr mit einer Chance rechnete, wollte er in der kommenden EM für Kroatien auflaufen. Die Einbürgerung scheiterte allerdings an bürokratischen Hürden.

Privatleben

Marco Russ heiratete jung. Er hatte seine Freundin Janine bereits in der Schulzeit kennengelernt. Gemeinsam haben sie eine Tochter, Vida, und einen Sohn namens Moses. Jahr um Jahr war Janine Russ bei Heimspielen in den Zuschauerrängen zu sehen. Das Paar trennte sich schließlich in Freundschaft, fand jedoch während der langwierigen Krebserkrankung des Spielers wieder zusammen. Als Marco Russ im Februar 2017 während des Pokalspiels gegen die Arminia Bielefeld erstmals wieder auf dem Platz stand - dank Einwechslung in der Nachspielzeit - nahm er nach dem Abpfiff von seiner weinenden Frau die Tochter entgegen und trug sie zur Fankurve. Als der vierte Offizielle seine Rückennummer anzeigte, hatten zehntausende Fans seinen Namen skandiert.


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